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Oma Wäckens Lexikon

Schon zu Oma Wäcken's Kinderzeit - und eigentlich schon immer - war es gut Fragen zu stellen und natürlich noch wichtiger Antworten zu bekommen.
 
Jetzt fragen Sie sich sicher "Und was hat das mit Wäcken's Teehandel zu tun?"
 
Neugierig? Dann schauen Sie doch in unserem neuen "Oma Wäckens - Was ist eigentlich ...?" Lexikon nach, da bekommen Sie rund um den Tee auf Ihre Fragen eine ganze Menge Antworten! Und sollten Sie einmal etwas nicht finden, dann fragen Sie uns!

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Ysopkraut


Beschreibung:

Der Ysop ist eine alte Heil- und Gartenpflanze, die man allerdings bei uns selten sieht. In Schweden ist der Ysop häufiger anzutreffen und in Amerika findet sich die Pflanze sogar fast überall in der freien Natur. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ein ausdauernder kleiner Halbstrauch von etwa 30 bis 60 Zentimetern. Seine niederliegend-aufsteigenden oder aufrechten Stengel sind vielfach verästelt, und die kleinen traubenartig angeordneten blauen bis rosafarbenen Lippenblüten blühen von Juni bis September. Die Blätter sind grün bis dunkelgrün, schmal, lanzettenartig und klein, schmecken herzhaft aber auch ein bisschen bitter. Er wächst am besten auf kalkhaltigen Böden in sonniger Lage. Der Ysop heißt in der Volkssprache auch „Bienenkraut", das kommt daher, weil der Nektar aus den Blüten dem Honig eine besondere Geschmacksnuonce verleiht. Für seine Heilwirkung werden hauptsächlich die Blätter und die Blüten verwendet – frisch oder auch getrocknet. Die beste Sammelzeit ist von Juni bis August.

 

In der Forschung entdeckte man, dass frisch gepflückte Blätter des Ysops direkt auf eine Wunde gelegt, größere Infektionen verhinderte und den Heilungsprozess förderte. Das Geheimnis liegt bei einem kleinen Pilz der auf den Blättern des Ysops wächst und eine Art Penicillin produziert. Ysoptee hilft bei Gicht, Rheuma, Krämpfen und zum Gurgeln bei Halsweh. Er regt den Appetit und den Gallenfluss an, gilt als Magentonikum und ist Bestandteil von vielen Magenlikören. Er wirkt anregend auf die Drüsen des gesamten Verdauungstrakts. In der Küche sollte Ysop nie ganz roh verwendet werden, immer nur kurz mitgekocht oder mitgebraten werden. Die herzhaften, etwas bitteren Blätter geben fein gehackt vielen Braten, Fisch und Eintöpfen ein besonderes Aroma.

 

Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe, Harz, Zucker

 

Wirkungsweise:

Krampf- und schleimlösend, blähungstreibend, schweißtreibend, beruhigend

 

Teezubereitung:

Ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Kraut pro 200 ml Tasse, mit kochendem Wasser übergießen und bedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, dann abseihen und möglichst warm trinken. Mit Honig gesüßter Ysoptee wirkt schleimlösend bei trockenem Husten.

Aber Achtung:

Dieser Tee ist nur für die kurzzeitige Heilanwendung gedacht und nicht zum Dauergenuss geeignet! Frauen sollten in der Schwangerschaft keine Ysopprodukte zu sich nehmen. Im Zweifelsfalle fragen Sie bitte vor einer Anwendung Ihren Arzt oder Heilpraktiker um Rat.


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